Oft gestellte Fragen zur Homöopathie

FAQ - Häufig gestellte Fragen

  1. Warum dauert die Erstanamnese so lang?
  2. Kann ich mich oder meine Kinder selbst behandeln?
  3. Darf ich während einer homöopathischen Behandlung zum Arzt gehen?
  4. Meine Frauenärztin hat mir ein homöopathisches Medikament verordnet, das kann ich doch nehmen, oder?
  5. Dass Kinder bestimmte Krankheiten durchmachen ist normal und sinnvoll - wird durch homöopathische Behandlung nicht die natürliche Entwicklung meines Kindes beeinflusst?
  6. Wenn ich mein Konstitutionsmittel kenne brauch ich doch keine Homöopathin mehr?
  7. Wie weiß ich ob mein Mittel passt?

1. Warum dauert die Erstanamnese so lang?nach oben
In der Erstanamnese berichtet der Patient/die P. über seine/ihre Beschwerden, die Homöopathin hört zu und stellt Fragen, um sich ein Bild zu machen wie die Symptome sich bei diesem speziellen Menschen zeigen. Wie sich also die Erkrankung, die jeder haben könnte bei eben diesem Individuum manifestiert.
Außerdem wird erfasst wie die Erkrankung sich entwickelt hat. Vielleicht hatte der Patient z.B. Neurodermitis und war sehr froh als diese vom Arzt behandelt und abgeklungen war und hat nun zwei Jahre später Asthma. Für Homöopathen sind diese Erkrankungen nicht getrennt voneinander zu betrachten, sondern die Abfolgen sind interessant, um Unterdrückungen und Verschiebungen der Symptome auf verschiedene Ebenen zu erkennen, die das Gesamtbild der im homöopathischen Sinne eigentlichen Krankheit, nämlich die Verstimmung der Lebenskraft, aufzeigen. Zusätzlich ist es wichtig zu erfahren ob der Patient eine, im homöopathischen Sinne familiäre Belastung zeigt. Da eine solche auch den Verlauf und Zeitraum der Behandlung beeinflusst. Alle diese Fragen sind wichtig für die korrekte Verordnung des richtigen homöopathischen Arzneimittels.

2. Kann ich mich oder meine Kinder selbst behandeln?nach oben
Viele meiner Patienten haben sich oder ihre Kinder schon einmal selbst behandelt, manchmal erfolgreich, manchmal nur von kurzfristigem Erfolg gekrönt, manchmal nicht erfolgreich.
Das passende homöopathische Mittel wirkt egal von wem es verabreicht wird.
Das Wissen darum welches der tausenden Mittel passt, um Wechselwirkungen, mögliche Unterdrückungen (auch mit homöopathischen Mitteln) und die Beurteilung einer Mittelwirkung wird von Homöopathen studiert - vor der Praxiseröffnung jahrelang, danach ein Leben lang weiter.

3. Darf ich während einer homöopathischen Behandlung zum Arzt gehen?nach oben
Natürlich dürfen sie zum Arzt gehen. Homöopathen arbeiten mit Ärzten zusammen und beide schätzen es wenn Patienten verantwortungsvoll mit ihrer Gesundheit umgehen. Manche Erkrankungen lassen sich nur mit Hilfe von diagnostischen Apparaten (z.B. Ultraschall,) erkennen. Behandlungsverläufe müssen auch überprüft werden. Ob ein Myom größer oder kleiner wird kann ich oft nicht von außen sehen.
Manche schulmedizinischen Arzneien wirken allerdings der homöopathischen Behandlung entgegen. Bevor ein schulmedizinisches Medikament eingenommen wird wäre es ratsam sich mit der Homöopathin zu besprechen und zu erfahren ob die Homöopathie Alternativen bietet.
Auch wenn sie in ärztlicher Behandlung stehen und sich überlegen sich homöopathisch unterstützen zu lassen ist es wichtig auch gemeinsam mit dem Arzt zu entscheiden ob und welche Arzneien in welchem Tempo abgesetzt oder reduziert werden können.

4. Meine Frauenärztin hat mir ein homöopathisches Medikament verordnet, das kann ich doch nehmen, oder?nach oben
Während einer homöopathischen Behandlung bitte nicht. Homöopathische Mittel haben Wirkung und so haben sie natürlich auch Wechselwirkungen. Sollten sie Beschwerden haben, die von der homöopathischen Behandlung bisher nicht beseitigt oder erst danach aufgetreten sind teilen sie diese ihrer Homöopathin mit und besprechen sie das weitere Vorgehen.

5. Dass Kinder bestimmte Krankheiten durchmachen ist normal und sinnvoll - wird durch homöopathische Behandlung nicht die natürliche Entwicklung meines Kindes beeinflusst?nach oben
Bei akuten Erkrankungen von Kindern ist es wichtig zu entscheiden wann man eingreift. Bei einem grippalen Infekt sind manche Kinder nicht ins Bett zu bekommen und trotz Fieber nicht in ihrem Leben und Spielen beeinträchtigt, andere sind sehr anhänglich, manche halluzinieren. Ich finde es wichtig gerade gesunde Kinder nicht vor dem dritten Lebensjahr mit 17 verschiedenen Mitteln versorgt zu haben. Bei vielen Erkrankungen die das eine Kind ohne Hilfe übersteht, können aber bei einem anderen Kind schwerwiegende Folgen (z.B. Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Bronchitis, Mittelohrentzündungen, etc.) haben. Dem kann mit Hilfe des geeigneten homöopathischen Arzneimittels entgegengewirkt werden. Nach der Gabe eines homöopathischen Mittels kann man oft die Entwicklungsschritte die mit der Krankheit gemacht wurden klar sehen. Die homöopathischen Mittel wirken gerade nicht unterdrückend sondern unterstützen die natürliche Energie des Kindes in der richtigen Entwicklungsrichtung.

6. Wenn ich mein Konstitutionsmittel kenne brauch ich doch keine Homöopathin mehr?nach oben
Es gibt tatsächlich Menschen, die wenn sie mal krank werden nur immer wieder dieses eine Konstitutionsmittel brauchen. Wenn Sie so einer sind, dann brauchen sie tatsächlich keine Homöopathin mehr. Sie werden aber sicher auch wieder herzlich aufgenommen, wenn ihr Mittel mal doch nicht wirkt.

7. Wie weiß ich ob mein Mittel passt?nach oben
In der akuten Behandlung merken sie das ganz schnell. Innerhalb der ersten Stunden nach Behandlungsbeginn werden die Symptome schwächer und sie fühlen sich besser.
Bei einer chronischen Erkrankung dauert der Prozess zwar länger, aber sie selbst werden merken, wie sie Fortschritte machen. Mit der Homöopathin können sie klären, was sie erwarten können und wie sie den Verlauf bewertet.